Ich bin bekloppt, und das ist auch gut so!

Viele Leute mit denen ich über meine bisherigen Offroad-Eskapaden sprach, schüttelten entweder offen sichtbar den Kopf oder reagierten zumindest mit einem leicht ungläubigen Blick. Denn bislang war ich mit einem fünf-Zentner-Mopped, einer Triumph Tiger 955i unterwegs. Und zwar sowohl on- als auch offroad. Die Gefahr, aufgrund einer der vielen unausweichlichen Bodenkontakte das Mopped ernsthaft zu beschädigen und dann ganz ohne fahrbaren Untersatz dazusitzen, hing dabei immer wie eine schwarze Wolke über mir.

Da ich aber immer mehr Gefallen an den immer anspruchsvolleren Touren auf losem Untergrund fand, stand mein Entschluss Anfang 2006 fest: Ich wollte mir ein zweites Motorrad "für den Dreck" zulegen. Nur welches? Bei der Entscheidungsfindung spielten mehrere Aspekte eine Rolle:

  1. Ich habe den Klang, die Leistungsentfaltung und die Laufruhe eines Dreizylinder-Motors lieben gelernt.

  2. Mit keinem anderen Motorrad kenne ich mich so gut aus wie mit den Tigern von Triumph. Und was an Fachwissen fehlt, lässt sich über das Tigerforum (und jetzt auch das Tigerhome) in Windeseile einholen.

  3. Die Fahrer von Großenduros ("Dickschiffen") habe ich im allgemeinen als wesentlich angenehmeren Menschenschlag kennen gelernt, als dies beispielsweise bei den leichten Springböcken der Fall ist. (Rein subjektiv, und Ausnahmen bestätigen die Regel.)

  4. Ich liebe diese ungläubigen bis dummen Gesichter, der Eintöpfer, wenn ich mit einem Dickschiff "aus dem Unterholz" breche... ;)

Ich habe mich deshalb für einen Triumph Tiger 900 (Typenbezeichnung T400, vergaserbetrieben) entschieden. Zum einen ist das Fahrzeug etwas älter und damit günstiger in der Anschaffung, zum anderen habe ich weniger Skrupel, einen Totalumbau daran vorzunehmen. Denn eines hat die T400 mit ihrer Nachfolgerin gemeinsam: beide sind echte Schwergewichte. Doch das soll sich im Rahmen meines Projektes nun ändern...

Vorrangiges Ziel des Umbaus ist eine Reduktion des Fahrzeuggewichtes um etwa zwei Säcke Rotband (40 kg) bei gleichzeitiger Erhöhung der Offroadfähigkeit.

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